Energiesparen im Alltag – Smarte Technik | Deutsche Glasfaser

Energiesparen im Alltag – Umweltschutz durch smarte Technologie

Service 20. September 2022

Die Digitalisierung beschert uns allerlei Annehmlichkeiten, sei es eine völlig neue Unterhaltungswelt, die Arbeit im Homeoffice oder das Leben im komfortablen Smarthome. Doch die innovativen Technologien versüßen uns nicht bloß das Leben, tatsächlich helfen sie uns auch beim Energiesparen, wirken sich positiv auf unsere Emissionsbilanz aus können so zum Erfolg der Energiewende beitragen. Wer auf smarte Geräte und ein vernetztes Zuhause setzt, handelt in vielen Fällen nachhaltig.

Smarthome – komfortables und nachhaltiges Energiesparen

Smarthome-Systeme machen uns das Leben leichter. Per App oder Tablet können wir den Energieverbrauch sowie sämtliche Elektrogeräte in unserem Haushalt steuern oder sogar automatisieren. Die Heizung schaltet sich um 07:00 Uhr ein, die Kaffeemaschine erhitzt um 07:15 bereits das Wasser und um 07:30 steht ein zufriedener Hausherr mit dampfender Tasse in der warmen Küche. Das Leben im Zuhause von morgen weiß zu gefallen – und zwar nicht nur den Bewohnern, sondern auch der Umwelt.

Mit der zentralen Steuerung des Zuhauses lässt sich die eigene Stromrechnung merklich nach unten korrigieren und ein wesentlicher Beitrag zur ökologischen Entwicklung leisten. Denn ebenso wichtig wie das perfekt getimte Einschalten, ist natürlich das bedarfsgerechte Abschalten der elektrischen Geräte und der Heizung.

Gerade beim Einsatz energiebezogener Anwendungen sind die Einsparpotenziale beachtlich. Einer Studie des Institutes für angewandte Ökologie zufolge, lassen sich mit smarten Heizkörperthermostaten, Tür- und Fenstersensoren sowie einer fortschrittlichen Heizungssteuerung 14 % der Heizenergie einsparen. Das tut sowohl dem eigenen Geldbeutel als auch dem Klima gut. Lebensqualität rauf, CO₂ runter – so einfach kann Nachhaltigkeit sein.

Doch das ist gerade erst der Anfang der digitalisierten Energiewende. Insbesondere die Vernetzung der Haushalte untereinander sowie mit den Netzbetreibern, wird zukünftig für eine grünere Energielandschaft sorgen. Ein Umstand, den auch die Bundesregierung erkannt und 2016 das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) verabschiedet hat. Auf dieser Grundlage werden mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler“ zukunftsorientierte Unternehmen unterstützt, die an der Entwicklung intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, arbeiten.

Smart Meter – wichtiger Bestandteil der Energiewende

Die modernen Mess- und Steuerungssysteme bestehen aus einer digitalen Zähleinheit und einer Kommunikationseinheit, Smart-Meter-Gateway genannt. Erstere ermöglicht es, präzise Angaben über die tatsächlichen Energie-Nutzungszeiten zu machen, statt lediglich einen aktuellen Zählerstand zu präsentieren, wie es unsere analogen Zähler derzeit tun.

Das Smart-Meter-Gateway dient der Kommunikation zwischen Energieverbrauchern, -erzeugern, -lieferanten sowie den Netzbetreibern und überträgt die dafür benötigten Daten. Doch was hat man als Verbraucher davon? Eine ganze Menge!

Zunächst einmal wird der eigene Stromverbrauch deutlich präziser erfasst. Statt einen starren Zählerstand anzuzeigen, der für das aktuelle Verhalten nur wenig aussagekräftig ist, geben die innovativen Geräte den Tagesverbrauch an. So lassen sich leicht Rückschlüsse über das eigene Nutzungsverhalten ziehen, das entsprechend angepasst werden kann. Das spart Energie und senkt langfristig die Stromrechnung.

Besonders nützlich ist dabei, den Stromverbrauch einzelner Geräte überprüfen zu können und Stromfressern so schnell Einhalt zu gebieten. Stellen Sie beispielsweise fest, dass die Spielekonsole im Standby-Modus zu viel Energie verbraucht, schalten Sie das Gerät einfach komplett aus. Oder Sie legen via Smarthome-Steuerung gleich einen Zeitplan fest, wann sämtlicher Elektronik im Wohnzimmer der Strom abgedreht wird.

Das ist nicht nur praktisch, sondern ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Denn in Deutschland beläuft sich der Verbrauch durch den Leerlauf laut Umweltbundesamt auf rund 22 Milliarden kWh pro Jahr und damit auf mehr als 10 Millionen vermeidbare Tonnen CO₂.

Ein weiterer Vorteil der Smart Meter ergibt sich im Verbund: Dank der Vernetzung der Geräte können die Versorgungsunternehmen den Gesamtbedarf besser ermitteln und so die eigenen Kosten und die der Kunden senken.

Zudem spielt die Vernetzung eine zentrale Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Strom aus Windparks und Solaranlagen wird wetterbedingt nicht immer gleichmäßig erzeugt. Entsprechend wichtig ist es, die Energie zu speichern und zu verteilen. Mit den intelligenten Messsystemen lassen sich Erzeugung und Verbrauch präzise abstimmen und die Netze werden besser ausgelastet. So fließt der wertvolle ökologische Strom dorthin, wo er benötigt wird.

Auch wenn Smart Meter erst 2032 für alles Haushalte verpflichtend werden, lohnt es sich schon heute, mit einem zukunftsweisenden Messsystem etwas Gutes zu tun – und zwar sich selbst, der Umwelt und vor allem nachfolgenden Generationen.

Homeoffice – ein Lichtblick für die CO₂-Reduzierung

Wer zu Hause über die entsprechenden Breitbandkapazitäten und Technik verfügt, kann in immer mehr Branchen und Unternehmen bequem aus dem Homeoffice arbeiten. Das hat nicht nur viele Vorzüge für das eigene Berufsleben, sondern trägt auch massiv zur Reduzierung des eigenen CO₂-Fußabdrucks bei. Wer die digitalen Möglichkeiten unserer Zeit nutzt, um den Weg ins Büro zu vermeiden, handelt aus ökologischer Sicht vorbildlich.

Ob wir Illustrationen an unseren Tablets anfertigen, Websites programmieren oder Verkaufsgespräche via Zoom führen, unsere Geräte erlauben es uns, in vielen Bereichen selbstständig zu arbeiten und mit unseren Kollegen auch über große Distanzen zu kommunizieren. Bei allen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, hat sich doch auch gezeigt, in wie vielen Branchen Telearbeit möglich ist.

Laut einer Studie des Institutes für Zukunftsstudien und Technologiebewertung arbeiteten vor Beginn der Corona-Zeit rund 13 % von zu Hause aus. Zu Beginn des Jahres 2020 waren es zwischen 25 % und 37 %. Angesichts dieses Trends entwirft die Studie verschiedene Zukunftsszenarien und wie sich diese auf den deutschen CO₂-Ausstoß auswirken würden.

Die Umwelt würde uns die flexiblen Arbeitsstrukturen danken: Wäre es 40 % der Arbeitnehmer möglich, an nur zwei Wochentagen im Homeoffice zu arbeiten, ließen sich durch die eingesparten Pendelwege allein in Deutschland jedes Jahr 5,4 Mio. Tonnen CO₂ einsparen.

FTTH – weniger Emissionen bei steigendem Datenaufkommen

Unsere moderne Welt ermöglicht es schon heute, dass Komfort und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Doch mit der Digitalisierung steigt auch der Strombedarf: In den Haushalten nutzen wir mehr Geräte und für das erhöhte Datenaufkommen müssen mehr Server betrieben werden. Umso wichtiger ist es, die Daten so effizient wie möglich zu übertragen und das Internet so grün wie möglich zu gestalten – mithilfe von Glasfaser-Netzen.

Denn verglichen mit kupferbasierten Netzen, wie sie beispielsweise bei V-DSL eingesetzt werden, verbrauchen Glasfaser-Netze bis zu 17-mal weniger Strom. Wer zu Hause einen fortschrittlichen FTTH-Anschluss nutzt, surft nicht nur mit Lichtgeschwindigkeit, sondern reduziert auch den eigenen Stromverbrauch und handelt besonders emissionsarm und nachhaltig.

Ob gemütlicher Serienabend mit Netflix oder wichtiges Meeting via Zoom: Streams sind ein zentraler Bestandteil unseres Alltags geworden, wirken sich aber auch besonders deutlich auf unseren CO₂-Fußabdruck aus. Umso lohnenswerter und wichtiger ist es daher, auf eine sparsame Technologie wie Glasfaser zurückzugreifen. Laut Umweltbundesamt verursacht ein FTTH-Anschluss beim HD-Streaming nämlich gerade einmal 50 % der Treibhausemissionen eines V-DSL-Anschlusses – nur 2 Gramm pro Stunde.

Ob Smarthome, Homeoffice oder Unterhaltungsvergnügen: „Je stärker die Datenraten steigen, desto größer ist das Einsparpotenzial der Glasfaser”, fasst es Prof. Kristof Obermann von der Technischen Hochschule Mittelhessen zusammen. Entsprechend bewusst sollte die Entscheidung für den eigenen Internetanschluss ausfallen.

Digitale Potenziale nutzen, natürliche Ressourcen schonen

Die Digitalisierung bietet uns enorme Möglichkeiten, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten, dem Erhalt der natürlichen Ressourcen dient und ihm nicht entgegensteht. Denn auf den Verbrauch von Energie haben nicht nur Staaten und große Firmen Einfluss, sondern auch die einzelnen Haushalte. Das Tolle daran: Smarte Technologien, die digitale Arbeitswelt und ein blitzschnelles Glasfaser-Netz unterstützen uns beim ökologischen Handeln und ermöglichen es uns, Energie und Emissionen einzusparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

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