Wozu wird schon heute ein FTTH-Anschluss benötigt?

Digitales Leben

Wer die immensen Vorteile von FTTH (durchgehende Glasfaserleitung bis ins Haus) kennt und bereits in der heutigen Praxis zu schätzen gelernt hat, wird umso überzeugter und überzeugender sein bei dem Versuch, auch andere schon heute dafür zu gewinnen. Die großen Vorteile kann man am besten mit einfachen, nachvollziehbaren Beispielen vermitteln, die eindrucksvoll zeigen: Ja, Glasfaser ist nicht nur schön, sondern schlichtweg unverzichtbar, wenn man bestimmte Online-Dienste schon heute nutzen will. Aber welche Beispiele könnten die absolute Überlegenheit und zukünftige Notwendigkeit von Glasfaser am besten zeigen? Hierauf gibt es einige treffende Antworten!

Viele Anwendungen benötigen bereits FTTH-Tempo!
YouTube: Ein langsame Internetverbindung sorgt für eine geringe Auflösung
Beispiel YouTube: Ist die Internetverbindung zu langsam, wird die Auflösung automatisch herunter gestuft.

Schon heute gibt es zahlreiche Dienste/Anwendungen, die im Prinzip FTTH-Geschwindigkeit verlangen, um optimal zu funktionieren. ABER weil das bestehende Netz einfach zu langsam ist, greifen Entwickler/Dienste/Plattformen zu einer uncharmanten Notlösung und drosseln einfach das Leistungspotenzial. Gutes Beispiel: YouTube! Da wird die Videoqualität automatisch dem jeweiligen Leistungspotenzial der Internetverbindung angepasst – weniger Tempo und Qualität wegen „Fahrbahnverengung“. Autofahrer würden auf die Barrikaden gehen.

Viele gute Beispiele

Und in der Art gibt es so einige Beispiele von Diensten und Anbietern, die einfach weniger Leistung als möglich liefern, weil die Leitungen faktisch oder angeblich für mehr Bandbreite eh nicht tauglich sind. Hier beißt sich also die zaudernde Zukunftskatze selbst in den Schwanz – völlig unnötig und schon bald absurder Schnee von gestern. Ein geradezu klassisches Henne-Ei-Problem, nur dass in bereits wenigen Jahren wohl jeder darüber den Kopf schütteln wird. Denn die Zukunft hat längst begonnen.

Anwendungen, von denen bereits heute viele Menschen noch mehr profitieren könnten, kommen zum Beispiel aus den Bereichen Bildung und Gesundheit, sprich Apps für e-Learning oder e-Health. ABER die werden von überholter Übertragungstechnik ebenfalls (noch) ausgebremst – mehr als schade!

Konkret: Interaktives e-Learning

Längst ist e-Learning ein Bestandteil des Bildungssystems – und e-Learning könnte mit Glasfaser-Verbindungen noch weitaus bessere Ergebnisse erzielen. Beispiel: Ein französisches Unternehmen bietet Web-basierende Kurse an, bei denen der Studierende das Lerntempo selbst bestimmen kann. Interaktive Videos und Online-Zusammenarbeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit einer normalen DSL-Verbindung ist es natürlich schwierig, Videos, Sounds oder Landkarten im e-Learning einzusetzen. Das digitale Lernen „schreit“ also förmlich nach höheren Bandbreiten.

Konkret: Gesundheit und Sicherheit

Schon heute gibt es Unternehmen, die einen Video-Überwachungsservice für Alzheimer- oder andere Demenz-Patienten anbieten, doch die meisten Kunden „leiden“ unter langsamen DSL-Leitungen – mit für alle Seiten frustrierenden Einschränkungen. So kommen oft nur sehr unscharfe, schlecht aufgelöste Videos bei der Überwachungszentrale an. 

Telemedizin ist besonders für eingeschränkt mobile Patienten ein großer Vorteil.

Mit FTTH wäre eine hochauflösende Überwachung aller Wohnräume des Patienten sofort möglich – und damit mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Betroffenen.

Konkret: Lebensqualität für Menschen in Pflegeheimen
Alle Informationen digital: Der Aufwand für Dokumentation und Abstimmung sinkt erheblich. Gut für Pfleger und Ärzte, besser für Patienten!
Alle Daten zum Patienten digital: Weniger Aufwand für Pfleger und Ärzte - Mehr Zeit für die Patienten.

Beispiel Pflegeheim „Alte Mälzerei“ in Karlsruhe. Dieses ermöglicht seinen Bewohner(inne)n schon heute die aktive Teilnahme  am digitalen Leben. Beispielsweise können die Senior(inn)en nun über IPTV ihre Lieblingssendungen jederzeit anschauen – abgestimmt zum individuellen Tagesablauf. Auch die Telefonanlage ist digital: Klingelt jemand an der Tür, erhalten die Pfleger eine Benachrichtigung inkl. Videoübertragung auf das Smartphone. Zudem bleibt den Pfleger(inne)n mehr Zeit für den Menschen, dank digitalisierter Patientenakten, die die mühsame Dokumentation auf endlosen Papierbögen ablösen. Über das Netzwerk hat jeder Befugte schnellen und einfachen Zugriff auf die aktuellsten Daten der Bewohner(inne)n. Diese und viele weitere Möglichkeiten und Vorteile der schnellen Datenleitung sorgen nicht nur für mehr Lebensqualität und Sicherheit der Patienten. Auch die Ärzte, Pfleger, Betreuer und Verwandten profitieren von schnellerer, besserer Überwachung, schnellerer Reaktionsmöglichkeit und direkterer Kommunikation – alles im Sinne des Patienten!

Konkret: Medizinische Diagnosen mit Telemedizin

In Portugal wurde ein System entwickelt, mit dem Ärzte bei schwierigen Diagnosen per Videokonferenz, Data Sharing und anderen Kooperations-Tools zusammenarbeiten können, was nur über eine Glasfaser-Verbindung funktioniert. Hochauflösende Bilder sind für eine schnelle und genaue Diagnose elementar wichtig. FTTH bietet diese Leistungsreserven, die Basis für verlässliche Ferndiagnosen.

Auch in Deutschland bieten einige Krankenkassen einen Ferndiagnose-Service per Videokonferenz an. Eine Übersicht über die aktuellen Leistungen der Krankenkassen finden Sie hier:

Fazit

Bereits heute benötigen viele Services eine deutlich höhere Bandbreite, so wie sie nur FTTH bieten kann. Und schon sehr bald wird es zudem zahlreiche Anwendungen geben, die permanent im Hintergrund laufen, während der Nutzer mit anderen Dingen beschäftigt ist. Die moderne Familie ist vernetzt. Oft sind mehrere Haushaltsmitglieder gleichzeitig online. Elektronische Ferndiagnosen und  Fernkurse sorgen ihrerseits dafür, dass die Bandbreiten-Nachfrage immer weiter und rapide steigt. Also lautet die richtige Antwortet auf die Frage „Welche Services brauchen die neue Bandbreite?“ schlicht und ergreifend: „Alle zusammen!“

Quellen

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