Digitale Unterschrift erstellen: So klappt das Online-Signieren

Digitale Unterschrift erstellen: So geht’s schnell und rechtsgültig

Service 23. September 2024

Digitale Unterschriften bieten eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, Dokumente elektronisch zu signieren. Ohne aufwendigen Papierkram können Sie damit Verträge, Genehmigungen und andere wichtige Schriftstücke sicher und rechtsgültig unterzeichnen. Wir klären, was eine digitale Unterschrift ist, wie man sie Schritt für Schritt erstellt und was es in Sachen Rechtsgültigkeit zu beachten gilt.


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist eine digitale Unterschrift?

2. Rechtsgültigkeit der digitalen Unterschrift

3. Digitale Unterschrift erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

4. Tipps zur sicheren Nutzung digitaler Unterschriften

5. Wie kann ich eine digitale Unterschrift kostenlos erstellen?

6. Digitale Unterschrift: Vorteile & Herausforderungen

7. Fazit: Mit einer digitalen Unterschrift Dokumente schnell und rechtsgültig unterzeichnen

8. FAQ – wichtige Fragen und Antworten zur digitalen Unterschrift


Was ist eine digitale Unterschrift?

Eine digitale Unterschrift ist eine elektronische Form der Unterschrift, die zum Signieren von digitalen Dokumenten verwendet wird. Im Gegensatz zur handschriftlichen Unterschrift wird sie durch eine Kombination aus kryptografischen Verfahren erstellt. So soll sichergestellt werden, dass das Dokument nach der Unterzeichnung nicht nachträglich verändert werden kann.

Rechtsgültigkeit der digitalen Unterschrift

Wenn es um digitale Unterschriften geht, sollten Sie unbedingt auf deren Rechtsgültigkeit achten. In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, ist die rechtliche Anerkennung elektronischer Signaturen durch die eIDAS-Verordnung geregelt. Diese Verordnung legt fest, welche Arten von digitalen Signaturen rechtlich bindend sind und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.

Arten von digitalen Signaturen und ihre Rechtsgültigkeit

Es gibt drei Haupttypen von digitalen Signaturen, die sich in ihrer rechtlichen Bindung unterscheiden:

  • Einfache elektronische Signatur (EES)
  • Fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)
  • Qualifizierte elektronische Signatur (QES)

Einfache elektronische Signatur (EES)

Diese Form der Signatur umfasst grundlegende elektronische Unterschriften. Dazu zählt das Einscannen einer handschriftlichen Unterschrift oder das einfache Einfügen einer Bilddatei in ein Dokument. Diese Signaturform bietet jedoch wenig Sicherheit und eine eingeschränkte Beweiskraft. Ihre Rechtsverbindlichkeit hängt vom Einzelfall und der Art des Dokuments ab.

Geeignet für: interne oder informelle Dokumente ohne rechtliche Relevanz (etwa interne Memos, Protokolle oder Teilnahmebestätigungen für Veranstaltungen etc.)

Fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)

Diese Signaturart basiert typischerweise auf einem Zertifikat, das eine Identitätsprüfung des Unterzeichners ermöglicht, und bietet dadurch mehr Sicherheit. Eine FES stellt sicher, dass die Signatur kryptografisch verschlüsselt ist, eindeutig mit dem Unterzeichner verknüpft ist (Nutzerzertifikat) und nach dem Signieren nicht verändert werden kann. In vielen Fällen ist diese Form der Signatur rechtsgültig.

Geeignet für: Verträge mit mittlerem rechtlichem Risiko sowie behördliche Dokumente, die keine qualifizierte elektronische Signatur verlangen (etwa Dienstleistungsverträge, Steuerformulare etc.)

Qualifizierte elektronische Signatur (QES)

Die QES ist die höchste Form der elektronischen Signatur und erfüllt die strengen Anforderungen der eIDAS-Verordnung. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt und in den meisten rechtlichen Kontexten voll anerkannt. Sie wird kryptografisch gesichert und basiert auf einem qualifizierten Zertifikat. Dieses Zertifikat muss von einem akkreditierten Vertrauensdienst ausgestellt werden.

Geeignet für: rechtlich besonders relevante oder sensible Verträge sowie gesetzlich relevante Dokumente (etwa Arbeitsverträge, Mietverträge, Kreditverträge, notarielle Dokumente etc.)

Digitale Unterschrift erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Erstellung einer digitalen Unterschrift – vor allem einer einfachen elektronischen Signatur – funktioniert ganz einfach. Im Folgenden erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie mit verschiedenen Tools und Softwarelösungen digital unterschreiben und Ihre Dokumente signieren können. Wir betrachten folgende Punkte:

  • Auswahl der richtigen Software und Tools
  • Digitale Unterschrift in PDFs einfügen
  • Digitale Unterschrift in Word-Dokumenten einfügen
  • Digitale Unterschrift auf dem Handy erstellen

Auswahl der richtigen Software und Tools

Bevor Sie eine digitale Unterschrift erstellen, benötigen Sie das passende Tool. Es gibt verschiedene Programme und Plattformen, die sich hierfür anbieten, darunter Adobe Acrobat, Microsoft Word und spezialisierte Signaturplattformen wie DocuSign.

Aber Achtung: Nicht jedes Tool ermöglicht auch eine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur, die rechtsgültiges Unterzeichnen ermöglicht. Informieren Sie sich hier im Vorfeld, welches Tool welche Arten der digitalen Signatur bietet. Nutzen Sie zudem nur zertifizierte Anbieter.

Digitale Unterschrift in PDFs einfügen

Für das Einfügen einer digitalen Unterschrift in PDFs ist Adobe Acrobat eine der gängigsten Lösungen:

  1. Öffnen Sie die PDF-Datei in Adobe Acrobat.
  2. Wählen Sie im Menü „Elektronische Signaturen“ die Option „Selbst ausfüllen und signieren“ und dann „Signatur hinzufügen“. Es öffnet sich ein Dialogfeld.
  3. Dort erstellen Sie Ihre digitale Unterschrift, indem Sie entweder eine Bilddatei Ihrer handschriftlichen Unterschrift hochladen oder eine neue Signatur direkt im Programm generieren.
  4. Platzieren Sie das Signaturfeld an der gewünschten Stelle im Dokument.
  5. Speichern Sie das signierte Dokument.

Hinweis: Nur in der Pro-Version des Adobe Acrobat Readers ist das Feature Acrobat Sign enthalten, das sowohl eine fortgeschrittene als auch eine qualifizierte elektronische Signatur im Dokument ermöglicht.alten, das sowohl eine fortgeschrittene als auch eine qualifizierte elektronische Signatur im Dokument ermöglicht.

Digitale Unterschrift in Word-Dokumenten einfügen

Wenn Sie ein Word-Dokument unterschreiben möchten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie das Dokument in Microsoft Word.
  2. Gehen Sie auf „Einfügen“ und wählen Sie „Signaturzeile“ aus.
  3. Wählen Sie „Microsoft Office Signaturzeile“ aus.
  4. Geben Sie im Dialogfeld Ihren Namen als signierende Person ein und ziehen Sie die Signaturzeile dann an die gewünschte Stelle im Dokument.
  5. Damit Sie Ihre digitale Signatur einfügen können, speichern Sie sie zunächst als PNG (z. B. durch Einscannen Ihrer handschriftlichen Unterschrift). Anschließend fügen Sie die PNG-Datei in Ihr Word-Dokument ein.
  6. Speichern Sie das Dokument mit der eingefügten Signatur.

Beim beschriebenen Vorgehen handelt es sich nur um eine einfache elektronische Signatur. Alternativ kann Microsoft Word auch mit einem zusätzlichen digitalen Zertifikat verwendet werden, um eine fortgeschrittene elektronische Signatur zu erstellen – vorausgesetzt, entsprechende Signaturzertifikate sind installiert.setzt, entsprechende Signaturzertifikate sind installiert.

Digitale Unterschrift auf dem Handy erstellen

Auch mobil können Sie Dokumente digital unterschreiben. Nutzen Sie dafür Apps wie Adobe Fill & Sign oder die DocuSign-App:

  • Öffnen Sie die App und laden Sie das Dokument hoch, das Sie unterschreiben möchten.
  • Wählen Sie die Option „Unterschrift hinzufügen“ und erstellen Sie Ihre Signatur entweder durch Zeichnen auf dem Bildschirm oder durch Hochladen eines Bildes.
  • Platzieren Sie die Unterschrift im Dokument und speichern Sie die Änderungen.

Hinweis: Hier kommt es immer auf die genutzte App an, welche Art der digitalen Unterschrift möglich ist..

Digitale Unterschrift setzen

Tipps zur sicheren Nutzung digitaler Unterschriften

Hier sind einige wichtige Tipps, die Ihnen helfen, digitale Signaturen sicher zu verwenden:

  • Verwenden Sie zertifizierte Software: Nutzen Sie ausschließlich zertifizierte Anbieter. So stellen Sie sicher, dass Ihre Signatur den gesetzlichen Vorgaben (z. B. eIDAS) entspricht und vor Manipulation geschützt ist.
  • Schützen Sie Ihre Signatur vor unbefugtem Zugriff: Schützen Sie Ihre digitale Signatur, das zugehörige Zertifikat und Ihre Zugangsdaten mit starken Passwörtern und idealerweise Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dadurch reduzieren Sie das Risiko, dass Dritte unbefugt auf Ihre Signatur zugreifen und diese missbrauchen können.
  • Überprüfen Sie das Dokument: Unterzeichnen Sie nur die finale Version eines Dokuments. Nach der Signatur sollte es nicht mehr veränderbar sein.
  • Nutzen Sie qualifizierte elektronische Signaturen: Wenn Sie Dokumente unterzeichnen, die rechtlich bindend sein sollen – wie Verträge oder offizielle Schreiben – verwenden Sie eine qualifizierte elektronische Signatur. Diese ist der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt und bietet höchste Sicherheit und Rechtsgültigkeit.
  • Bleiben Sie informiert über rechtliche Entwicklungen: Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle gesetzliche Anforderungen, insbesondere bei internationalen Geschäftsbeziehungen. So stellen Sie sicher, dass Ihre digitalen Signaturen immer den aktuellen rechtlichen Anforderungen entsprechen.

Wie kann ich eine digitale Unterschrift kostenlos erstellen?

Es gibt mehrere kostenlose Tools und Softwarelösungen, mit denen Sie digitale Unterschriften erstellen können. Zu den bekanntesten gehören Adobe Acrobat Reader (in der kostenlosen Version) und DocuSign. Diese Tools bieten grundlegende Funktionen zur Erstellung und Integration digitaler Unterschriften in Dokumente. Prüfen Sie hier aber, welche Arten der digitalen Unterschrift zur Verfügung stehen.

Digitale Unterschrift: Vorteile & Herausforderungen

Die digitale Unterschrift bietet verschiedene Vorteile gegenüber der herkömmlichen handschriftlichen Signatur:

  • Zeitersparnis: Sie können Dokumente schnell und unkompliziert elektronisch signieren und versenden – ohne dass ein Ausdruck, eine persönliche Unterschrift und ein anschließender Versand per Post notwendig sind.
  • Flexibilität: Egal, ob auf dem Computer, Tablet oder Smartphone – Dokumente können jederzeit und von überall aus unterschrieben werden. Das ist besonders für Menschen attraktiv, die viel unterwegs sind oder remote arbeiten.
  • Umweltfreundlichkeit: Der Verzicht auf Papier und physische Transportwege schont Ressourcen und reduziert den CO₂-Ausstoß.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige Herausforderungen, die bedacht werden müssen:

  • Abweichende Rechtslage: Nicht in jedem Land gilt eine digitale Signatur als gleichwertig zur handschriftlichen Unterschrift. Je nach Rechtsraum und konkretem Anwendungsfall können zusätzliche Zertifizierungsverfahren notwendig sein.
  • Digitale Sicherheitsrisiken: Digitale Unterschriften gelten zwar als sehr sicher, dennoch wird die eigene rechtsgültige Signatur elektronisch verarbeitet und übermittelt. Hier gilt es auf entsprechende IT-Sicherheitsmaßnahmen zu achten.
  • Technische Abhängigkeit: Für die Erstellung und Überprüfung digitaler Signaturen sind bestimmte Tools und Zertifizierungsdienste notwendig. Wenn diese Programme nicht funktionieren, wird der Signaturprozess behindert.

Fazit: Mit einer digitalen Unterschrift Dokumente schnell und rechtsgültig unterzeichnen

Eine digitale Unterschrift ermöglicht eine effiziente, rechtsgültige und papierlose Form der Dokumentenunterzeichnung – sowohl für den beruflichen Alltag als auch für private Verträge. Die digitalen Signaturen basieren auf kryptografischen Verfahren und sind innerhalb der EU durch die eIDAS-Verordnung rechtlich geregelt.

Je nach Rechtslage und Einsatzbereich stehen drei verschiedene Arten der elektronischen Signatur zur Verfügung: die einfache, fortgeschrittene und qualifizierte elektronische Signatur. Nur letzte ist der handschriftlichen Unterschrift vollends gleichgestellt und für sensible rechtliche Dokumente empfohlen.

Sie können digitale Unterschriften mit gängiger Software wie Adobe Acrobat, Microsoft Word oder mobilen Apps erstellen – achten Sie dabei aber auf die passende Signaturart und wählen Sie eine zertifizierte Plattform. Wer digital unterschreibt, sollte zudem auf IT-Sicherheit, Zugriffsschutz und die Unveränderbarkeit der Dokumente nach der Unterzeichnung achten.

Trotz einiger Herausforderungen, wie etwa unterschiedlicher Rechtslagen in einzelnen Ländern, überwiegen doch die Vorteile der digitalen Unterschrift: Sie spart Zeit, bietet Flexibilität und ist ein wichtiger Schritt in Richtung moderner und nachhaltiger Geschäftsprozesse.

FAQ – wichtige Fragen und Antworten zur digitalen Unterschrift

Ein qualifiziertes Zertifikat wird ausschließlich von einem akkreditierten Vertrauensdiensteanbieter (VDA) gemäß eIDAS-Verordnung ausgestellt. Der Ablauf ist klar geregelt:

  • Anbieter wählen: Wählen Sie einen zertifizierten Vertrauensdiensteanbieter. Nur diese dürfen qualifizierte Zertifikate rechtswirksam ausstellen.
  • Antrag stellen: Der Antrag erfolgt online oder vor Ort beim Anbieter.
  • Identität nachweisen: Vor der Ausstellung wird Ihre Identität eindeutig geprüft (z. B. per Video-Ident, Post-Ident oder persönlicher Identifizierung).
  • Zertifikat erhalten: Nach erfolgreicher Prüfung wird Ihr qualifiziertes Zertifikat erstellt und bereitgestellt – entweder auf einer Smartcard, einem USB-Token oder als sichere Cloud-Signatur.

Erst nach diesem Prozess können Sie eine qualifizierte elektronische Signatur erstellen, die der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt ist.

Am einfachsten können Sie eine E-Mail mit einer Unterschrift versehen, wenn Sie diese als Bild in das E-Mail-Programm einbinden. Eine solche E-Mail-Signatur dient aber primär dekorativen Zwecken und dem persönlichen Auftreten. Für rechtlich bindende Signaturen eignet sich dieses Vorgehen nicht. Stattdessen sollten Sie das betreffende Dokument separat digital unterzeichnen und dann beispielweise als PDF-Datei der E-Mail anhängen.

Nein, eine ausgedruckte digitale Unterschrift gilt nicht als elektronische Signatur im rechtlichen Sinne.

Die elektronische Signatur ist nur im digitalen Dokument prüfbar, da diese auf kryptografischen Daten basiert. Drucken Sie ein Dokument dieser Art aus, gehen die Prüfmerkmale verloren. Der Ausdruck enthält zwar die sichtbare Signaturgrafik, aber eben nicht die digitale Signatur selbst.

Wenn Sie ein Dokument digital signieren, sollten Sie dieses auch in digitaler Form übermitteln. Es ist nicht sinnvoll, ein digital signiertes Dokument anschließend auszudrucken und in Papierform zu versenden – dies kann im Zweifelsfall zu juristischen Problemen führen.

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