Einmal Künstler sein, ohne künstlerisch begabt zu sein – dank KI-Bildgenerierung ist das kein Problem. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Bilder in Sekundenschnelle und ohne große Vorkenntnisse erstellen. Ob fotorealistisch, künstlerisch, im Comic-Stil oder abstrakt – mit KI-Bildern sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Wir erklären, wie Sie KI-Bilder erstellen können, stellen fünf beliebte Tools für die Bildgenerierung vor und geben Tipps für bessere Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
2. Wie funktioniert die KI-Bilderstellung?
3. Fünf beliebte KI-Bildgeneratoren im Überblick
4. KI-Bilder erstellen – 3 Tipps für bessere Ergebnisse
5. KI-Bilder kreativ nutzen – Ideen für den privaten Gebrauch
6. KI-Bilder verwenden – darauf gilt es zu achten
7. Fazit: KI-Bilder erstellen – schnell, kreativ, individuell
KI-Bilder sind Bilder, die vollständig mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt werden. Anders als bei echten Fotografien oder manuellem Grafikdesign, sind für die KI-Bilderstellung keine physischen Objekte oder manuelle Gestaltung mehr erforderlich. Die KI übernimmt die schöpferische Arbeit und erstellt auf Grundlage einer Textbeschreibung ein dazu passendes Bild.
Die Generierung von Bildern mittels künstlicher Intelligenz erfolgt in Sekundenschnelle. Doch das ist nicht der einzige Vorteil: Mithilfe von KI lassen sich beispielsweise auch Fotomotive umsetzen, die im realen Leben unmöglich wären. Das eröffnet völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem gibt es eine unbegrenzte Variantenvielfalt an Bildern, die für jeden Anlass ein passendes Motiv bietet. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Fotos, Illustrationen und Grafiken erstellen.
Die KI-Bilderstellung erfolgt meist über einen Textbefehl – auch Prompt genannt –, der von der KI dann in ein Bild übersetzt wird. In dem Textbefehl wird ganz genau beschrieben, was auf dem fertigen Bild zu sehen sein soll. Dabei gilt: Je präziser der Prompt ist, desto genauer ist das Ergebnis.
Die KI interpretiert den Prompt auf Grundlage ihres Trainingsdatensatzes und der erlernten Muster, wählt passende stilistische Elemente zu den Schlagworten im Text aus und generiert dann ein entsprechendes Bild. Häufig gibt die KI mehrere Bild-Varianten aus, aus denen Nutzer:innen dann wählen können.
Im Folgenden stellen wir fünf beliebte Tools zur KI-Bilderstellung und ihre Funktionen etwas genauer vor:
Der KI-Bildgenerator DALL-E 3 stammt aus dem Hause OpenAI und ist in ChatGPT Plus integriert. Die Texteingabe erfolgt im zugänglichen Chat-Format und eignet sich dadurch besonders gut für Einsteiger. Auf Grundlage einer Textbeschreibung erstellt die KI Bilder im gewünschten Stil. Dabei liefert DALL-E 3 gute fotorealistische Ergebnisse und unterstützt auch komplexe Szenarien und Hintergründe.
Da die Steuerung ausschließlich über Text erfolgt, gibt es keine Schnellfunktionen oder Regler zur Anpassung von Stil, Perspektive oder Format. Ohne weitere Aufforderung gibt die KI als Ergebnis jeweils ein Bild pro Prompt aus.
Tipp: Alternativ zum kostenpflichtigen ChatGPT Plus-Abo kann man DALL-E 3 auch kostenlos über den Bing Image Creator nutzen. Dort lassen sich mit einer Texteingabe bis zu 4 Bildvarianten mithilfe der KI erstellen.
*Preise: Stand November 2025
Die Bild-KI von Midjourney läuft über die Kommunikationsplattform Discord. Auch dort funktioniert die Bildgenerierung via Chat-Funktion und Prompt, allerdings nur auf Englisch. Midjourney ist bekannt für seine stilistisch starken, kreativen und ästhetischen Ergebnisse. Für jede Texteingabe werden vier Bild-Varianten ausgegeben.
Die Software ist in der Handhabung etwas komplizierter als andere Bildgeneratoren. Statt einfacher Texteingaben werden hier zusätzlich zur Bildbeschreibung spezielle Befehle für die Generierung benötigt. Dadurch lassen sich die Bilder aber auch sehr präzise steuern und anpassen. So gibt es beispielsweise spezielle Voreinstellungen für den gesamten Erstellungsprozess oder aber präzise Prompt-Befehle für verschiedene Stile, Perspektiven, Farben oder Formate.
Die Midjourney AI ist kostenpflichtig und nur mit einem entsprechenden Abo erhältlich.
*Preise: Stand November 2025

Leonardo AI überzeugt durch seine vielfältigen Optionen bei der Bilderstellung und die moderne Benutzeroberfläche. Neben der Texteingabe lassen sich Parameter wie Stil, Kontrast, Farben und Bildformat direkt anpassen. Zudem gibt es kreative Elemente, die Bildern eine bestimmte Ästhetik verleihen und so Stil, Farbe und Perspektive des Ergebnisses entsprechend beeinflussen. Dabei leistet Leonardo AI sowohl im Bereich Fotorealismus als auch in anderen Stilrichtungen gute Arbeit und überzeugt durch optisch starke Bilder. Zudem lassen sich mit der Software auch KI-Videos erstellen.
Nachteil: Das Tool arbeitet mit einem Token-System für die Bildgenerierung. Jede Aktion verbraucht Tokens. Sind diese aufgebraucht, können keine weiteren Bilder erstellt werden.
Leonardo AI gibt es sowohl in einer Gratisversion mit 150 Tokens im Monat als auch im kostenpflichtigen Abo.
*Preise: Stand November 2025
Adobe Firefly überzeugt mit starken Bildern mit realistischen Lichtverhältnissen, hoher Farbgenauigkeit sowie hochwertigen Texturen. Neben der Texteingabe bietet das Tool zahlreiche Anpassungsoptionen für die Bildgenerierung: Bildformat, Content-Typ (etwa Foto oder Kunst), Bild-Effekte für spezielle Optik sowie Einstellungen für Farbpaletten, Beleuchtung und Kameraperspektive. Neben Bildern lassen sich auch KI-Videos mit der Plattform erstellen.
Ähnlich wie Leonardo AI funktioniert auch Firefly über ein Credit-System für die Bilderstellung. Jeder Prompt verbraucht Credits. Sind diese aufgebraucht, können keine weiteren Bilder erstellt werden.
In der kostenlosen Version stehen 10 Credits pro Monat zur Verfügung. Für weitere Bilderstellungen benötigt man ein Abo.
*Preise: Stand November 2025
Die Designplattform Canva ist bekannt für ihre vielfältigen Optionen im Bereich Grafiken, Präsentationen und Videos. Mit Magic Media gibt es nun auch eine Möglichkeit, KI-Bilder mit der Software zu erstellen. Das Ganze funktioniert über ein Eingabefeld für den Prompt. Zusätzlich gibt es Auswahlmöglichkeiten für Stile und Formate. Magic Media generiert vier Bildvarianten pro Eingabe.
Die Einstellungsoptionen sind zwar einfacher gehalten als bei professionellen Tools, dafür ist der Workflow besonders schnell und intuitiv. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und leicht zu bedienen – ideal für Einsteiger.
Das Magic Media-Feature ist in der kostenlosen Version von Canva enthalten. Zudem gibt es auch eine Option zur Erstellung von KI-Videos – diese befindet sich allerdings noch in der Beta-Version.

Um die besten Ergebnisse aus den KI-Bildgeneratoren herauszuholen, haben wir hier noch drei Tipps, wie Sie die Tools bestmöglich nutzen können:
Kurze und ungenaue Prompts führen zu schwachen Ergebnissen. Je weniger Informationen Sie der KI mitgeben, desto größere Kontextlücken muss diese selbst füllen. Machen Sie also immer konkrete Angaben zum Motiv, dem Hintergrund, dem Stil, der Perspektive, der Farbwelt, der Stimmung, der Beleuchtung etc. Je präziser Sie Ihr Wunschbild beschreiben, desto weniger muss sich die KI zusammenreimen. Und desto bessere Bilder werden generiert.
Einige Bildgeneratoren wie Leonardo AI, Midjourney oder Adobe Firefly erlauben es, Referenzbilder hochzuladen. Diese dienen der KI als Inspiration und Vorgabe beispielsweise für Motiv, Stil, Farbwahl oder Beleuchtung. Solche Referenzen lohnen sich besonders dann, wenn Sie eine klare Vision vor Augen haben oder eine ganz bestimmte Ästhetik einfangen möchten. Damit geben Sie der KI ein konkretes Beispiel an die Hand.
Wenn die KI ein gutes Ergebnis geliefert hat, können Sie sich daraus weitere Varianten erstellen lassen. Einige Tools wie Midjourney bieten diese Option an. Wenn Sie Variationen erstellen, erhalten Sie das gleiche Motiv beispielsweise in unterschiedlichen Blickwinkeln, Stilen oder Lichtstimmungen – ohne, dass Sie den Prompt neu formulieren müssen. So können Sie aus verschiedenen Varianten Ihres Lieblingsmotivs auswählen.
KI-Bilder bieten unzählige Möglichkeiten, um kreative Projekte ganz einfach selbst umzusetzen. Hier einige Inspirationen, wofür Sie die KI-Bilder verwenden können:
Wer gerne fotografiert oder zeichnet, kann mit KI-Bildern auch neue Stilideen ausprobieren oder vorhandene Fotos mit kreativen Effekten kombinieren. So entstehen im Handumdrehen einzigartige Bilder – individuell und originell.
Tipp: Wer selbst künstlerisch aktiv ist, kann die KI nicht nur zur Bilderstellung, sondern auch zur Bildbearbeitung nutzen. Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten KI-Features an, mit denen sich Fotos und Bilder schnell und einfach optimieren lassen. So können beispielsweise Hintergründe oder auch einzelne Bildkomponenten mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgetauscht und angepasst werden.
KI-Bilder für private Zwecke zu erstellen, ist in den meisten Fällen unbedenklich. Doch gerade wer die eigenen KI-Meisterwerke online oder in Social Media teilen möchte, sollte auf einige Punkte achten.
Urheberrechte und Nutzungslizenzen spielen in der Welt der KI eine wichtige Rolle. Nicht jedes KI-Bild darf frei verwendet werden. Einige KI-Bild-Tools greifen für die Bilderstellung auf geschütztes Material zurück. Prüfen Sie daher immer die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Programms. Die private Nutzung ist bei vielen Tools erlaubt. Eine kommerzielle Verwendung ist jedoch nur mit bestimmten Lizenzen oder Abos erlaubt. Einige Tools schützen Ihre generierten Bilder auch mit Wasserzeichen.
Achten Sie außerdem darauf, ob Ihre erstellten Bilder automatisch öffentlich geteilt werden. Bei einigen Tools wie Midjourney oder in der kostenlosen Version von Leonardo AI können generierte Inhalte standardmäßig in öffentlichen Galerien sichtbar sein. Wenn Sie Ihre Bilder gerne privat halten möchten, passen Sie Ihre Account-Einstellungen an oder nutzen Sie ein Abo, das eine private Galerie unterstützt.
Moderne KI-Tools liefern beeindruckend realistische Ergebnisse, dennoch kann es immer mal wieder zu Bildfehlern kommen – etwa bei einzelnen Körperteilen, Schatten oder Proportionen. Prüfen Sie Ihre Bilder vor der Verwendung daher sorgfältig, vor allem, wenn Sie sie online teilen möchten.
Künstliche Intelligenz hat die Bilderstellung grundlegend verändert. Mit modernen Tools lassen sich heute in Sekundenschnelle individuelle und kreative Motive erzeugen – ganz ohne technisches Know-how. Ob fotorealistisch, künstlerisch oder fantasievoll: KI-Bilder eröffnen neue Möglichkeiten für alle, die gestalten, ausprobieren oder einfach ihrer Kreativität freien Lauf lassen möchten.
Für gelungene Ergebnisse braucht es dabei nicht viel: Nur einen präzisen Prompt, der das Bild genau beschreibt. Je nach verwendetem Bildgenerator gibt es vielfältige Zusatzoptionen und Einstellungsmöglichkeiten, um dem Wunschergebnis noch näher zu kommen. Mit den fertigen KI-Bildern lassen sich zahlreiche kreative Projekte umsetzen – schnell und individuell.
Doch damit die Nutzung der KI-Bildgeneratoren sicher bleibt, sollten Sie auch einige Punkte beachten: Lesen Sie die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters, prüfen Sie Lizenzen und Datenschutzeinstellungen der Tools und behalten Sie die Qualität Ihrer Bilder im Blick. So steht der Kreativität und den persönlichen KI-Meisterwerken nichts mehr im Weg.
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