Glasfaser auf dem Vormarsch – Jahresbericht der Bundesnetzagentur 2020

#News 1. Juni 2021

Wie jedes Jahr hat auch in diesem Jahr die Bundesnetzagentur ihren Jahresbericht – Märkte im digitalen Wandel für das Jahr 2020 veröffentlicht. Veränderungen durch die Digitalisierung, dem technischen Fortschritt und der andauernden Corona Pandemie haben sich im Laufe des Jahres 2020 gut zu erkennen gezeigt. Und nun die alles entscheidende Frage an Sie: Hat Sie das ständige Homeoffice mit einer schlechten Internetverbindung um den Verstand gebracht? Oder sind Sie schon vorher auf einen Glasfaseranschluss umgestiegen und hatten somit keine Probleme mit Ihrem Internet?

Inhaltsverzeichnis

Telekommunikationsmarkt im digitalen Wandel

 

Schaut man sich die Veränderung des Telekommunikationsmarktes zunächst einmal im Allgemeinen an, erreichen die Außenumsatzerlöse im Jahr 2020 ungefähr einen Wert von 57,0 Mrd. Euro. Zum Vergleichsjahr 2019 entspricht das einem Rückgang von knapp einem Prozent. Doch wie kann das sein? Die Internetnutzung ist sicherlich nicht zurückgegangen.

Die Bundesnetzagentur vergleicht dazu in ihrem Jahresbericht die Kennzahlen der Deutschen Telekom AG zu ihren aktiven Wettbewerbern z.B. der Deutschen Glasfaser um den Fortschritt und die Veränderungen übersichtlicher zu gestalten. So erreichte die Deutsche Telekom AG 2020 einen Außenumsatzerlös von 24,7 Mrd. Euro währenddessen die Wettbewerber im Markt knapp 32,3 Mrd. Euro erwirtschafteten. Zur weiteren Verdeutlichung wurde der Außenumsatzerlös in einzelne Marktsegmenten unterteilt, um zu den Vorjahren zu zeigen, dass der größte Anteil weiterhin auf den Bereich Mobilfunk entfällt. Auf Platz 2 liegt der Bereich xDSL/FTTx-Netze mit 43% zum Gesamtaußenumsatzerlös, welches somit unter anderem auch den fortschreitenden Glasfaserausbau beschreibt. In diesem Segment stiegen die Außenumsatzerlöse von 21,79 Mrd. Euro im Jahr 2019 auf einen Wert von 24,47 Mrd. Euro und verzeichneten somit einen gewaltigen Schub in Richtung Zukunft mit schnellem Internet. Das zeigt: Der Markt verändert sich. Immer mehr Kunden wollen an das Netz der Zukunft.

Wie viel Internet brauchen deutsche Bürger*innen?

 

Die Entwicklung des Datenvolumens in Festnetzen brachte ebenfalls eine spannende Erkenntnis in Zeiten der Corona-Pandemie. Im Jahr 2019 verbrauchte ein Anschluss ein durchschnittliches monatliches Datenvolumen von 142 GB. Das Jahr 2020 verzeichnete schon ein durchschnittlich verbrauchtes Datenvolumen von 175 GB im Monat also einer Zunahme um ca. 23%. Gründe für diese Veränderung sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die andauernde Pandemie, Homeoffice und die verstärkte Nutzung von Online-Angeboten wie Streaming-Dienste. Die Corona-Pandemie veränderte das Nutzungsverhalten der Verbraucher stark. Durch fehlende Aktivitäten am Wochenende und nach Feierabend wurde mehr Zeit im Internet verbracht und im Ergebnis auch mehr Datenvolumen verbraucht. Doch nicht nur in Sachen Datenvolumen zeigt sich der Wechsel Richtung leistungsstarken FTTH-Anschlüssen deutlich. Auch im Hinblick auf die Schnelligkeit des Internets bietet sich ein Glasfaseranschluss an. Denn durch ein schnelles Internet wird das Homeoffice mit mehreren Personen in einem Haushalt in Zukunft kein Problem mehr sein. Zeigt sich dieser Trend auch in der Verteilung der Anschlussarten?

DSL-Anschlüsse

 

Im Bereich der DSL-Anschlüsse wird deutlich, dass die Entwicklung zum Vergleichsjahr 2019 stagniert. Somit wurde lediglich ein Wachstum von knapp 0,1% zum Vorjahr 2019 verzeichnet. Ende 2020 waren knapp 25,4 Mio. DSL-Anschlüsse in Betrieb. Auch hier liegt der Grund für die Stagnation nah.  Ein DSL-Anschluss bietet eine geringere Leistung als z.B. Glasfaser. Gerade im Homeoffice brauchen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Bandbreite, um problemlos von Zuhause arbeiten zu können. Es ist immer wichtiger geworden, dass man sich auf sein Internet verlassen kann, damit man wichtigen Meetings folgen kann. Diese Zuverlässigkeit kann ein DSL-Anschluss auf Dauer nicht bieten und verliert deshalb an Popularität. Doch Hilfe naht – ein FTTH-Anschluss.

FTTB/FTTH-Anschlüsse

 

Kommen wir nun zu einem sehr spannenden Segment: Breitbandanschlüsse über FTTB (Fibre To The Building) und FTTH (Fibre To The Home). Bei einem FTTB-Anschluss endet die Glasfaserleitung nicht schon am Verteilerkasten, sondern am Gebäude des Kunden. Wobei nur bei der Verlegung eines FTTH-Anschlusses die Glasfaserleitung vollständig bis zum Anschluss des Kunden erfolgt, sprich genau bis in Ihr Wohnzimmer. Ein enormer Vorteil für jeden der sich in Zukunft für einen Glasfaseranschluss entscheidet.

Das zeigt auch der Jahresbericht der Bundesnetzagentur. Vom Vergleichsjahr 2019 bis zum Ende des Jahres 2020 ist ein enormes Wachstum zu verzeichnen, was das Potenzial von Glasfaserleitungen zusätzlich untermauert. Blickt man noch ein paar weitere Jahre zurück, stiegen die aktiven Breitbandanschlüsse von gerade einmal 300.000 Anschlüsse im Jahr 2014 auf satte 1,9 Mio. Breitbandanschlüsse im Jahr 2020. Hierbei gilt das Glasfaserkabel in der Telekommunikation als das ideale Übertragungsmedium. In der Zeitspanne der Jahre 2019 und 2020 wurde noch einmal enormer Aufschwung von 400.000 Anschlüssen unter anderem von der Deutschen Glasfaser in ländlichen Regionen erzielt. Somit stiegen die Anschlüsse von 2019 von 1,5 Mio. Anschlüsse auf 1,9 Mio. Anschlüsse im Jahr 2020. Die Deutsche Glasfaser hat es sich zur Mission gemacht gerade die Gebiete, die für andere Unternehmen nicht wirtschaftlich sind, auszubauen und so ans Netz der Zukunft anzuschließen. Jeder soll am digitalen Leben teilhaben können, auch der ländliche Raum.

Für die Zukunft von Glasfaserleitungen im FTTB und FTTH-Bereich lässt sich erwarten, dass sich der Anteil im Vergleich zu den gesamten aktiven Breitbandanschlüssen in Festnetzen weiterhin deutlich erhöhen wird. Ein weiterer Grund sich für einen Glasfaserausbau zu entscheiden sind die zunehmenden privatwirtschaftlichen Investitionen und Förderprogramme unteranderem von Bund, Ländern und Kommunen. Auch hier wird deutlich, dass der Ausbau von Glasfaser nicht nur im Interesse der Bürger liegt, sondern sich auch Bund und Länder für einen Breitbandausbau einsetzen. Mit dem Ziel, dass alle in Zukunft die Möglichkeit haben mit Lichtgeschwindigkeit zu surfen.

 
 
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